Schlechte Fänge, wenig Rohware, steigende Preise. So lässt sich die Situation am Thunfischmarkt zusammenfassen. Trotz Ende des FAD-Bans am 15. August für Fischereien im West- und Zentralpazifik bleiben die Fänge dort weiterhin gering. Als Hauptursache gelten die Auswirkungen des El Niño. Thailändische Verarbeiter greifen daher zunehmend auf Rohware aus anderen Fangregionen zurück. Im ersten Halbjahr wurden rund 37.000 Tonnen Skipjack aus dem Indischen Ozean importiert. Die gestiegenen Treibstoffpreise sorgen für zusätzlichen Kostendruck, indem sie Fang, Transport, Kühlung und Verarbeitung verteuern. In Zahlen bedeutet das: In Bangkok wurden Anfang September Abschlüsse bei rund 2.100 USD pro Tonne gefrorenen Skipjack gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 5 Prozent gegenüber Ende August. Laut unserem Experten ist ein weiterer Preisanstieg in den kommenden Wochen wahrscheinlich – ggf. bis zum Rekordniveau im Jahr 2009, als der Rohwarenpreis bei 2.400 USD je Tonne lag. Entscheidend für die weitere Preisentwicklung sind nun die Fänge in den kommenden Wochen.
