Es gibt Wochen, da läuft alles gleichzeitig. Termine jagen einander, der Kopf ist voll. Und genau dann passieren diese Begegnungen, die einen kurz aus dem Hamsterrad holen – weil sie daran erinnern, warum wir diesen Job machen.
So ging es mir in der vergangenen Woche in Hamburg. Der italienische Hersteller hat dort ein kleines, aber eindrucksvolles Dinner inszeniert – mit Licht, Klang und einer Bühne für etwas, das auf den ersten Blick schlicht wirkt: Tomaten. Und doch war es weit mehr als eine Produktshow. Es war eine Lektion darüber, wie aus einem Grundnahrungsmittel eine Marke wird, die Menschen berührt. Eine Love Brand, die Vertrauen aufgebaut hat: durch echtes Storytelling, durch respektvollen Umgang mit Produzent:innen, durch Nachhaltigkeit – sichtbar etwa mit der „Goldenen Tomate“, die Mutti am Ende jeder Ernte an die besten Bauern vergibt.
Warum erzähle ich Ihnen das? Weil es eine gute Nachricht ist. Und weil es zeigt, dass auch in einem Markt, in dem wir oft hart verhandeln, andere Wege möglich sind. Wege, die Mehrwert schaffen – für Konsument:innen, für Partner, für eine ganze Kategorie. Mutti ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Nicht, weil Tomaten plötzlich sexy geworden sind, sondern weil Menschen spüren, wenn Marken ehrlich sind. Dann kaufen sie nicht nur ein Produkt, sondern ein Stück Überzeugung – und vielleicht sogar ein wenig Stolz.
Für uns war der Abend auch deshalb besonders, weil Mutti seit Jahren fester Teil unseres Sortiments ist. Unsere Partnerschaft basiert auf dem, was im Alltag zählt: Verlässlichkeit, Vertrauen und der Wille, gemeinsam weiterzugehen. Gerade in Zeiten, in denen so vieles flüchtig wird.
Und damit bin ich bei dem, was mich derzeit besonders beschäftigt: Unsere Branche lebt von Menschen. Von Verbindungen, die man nicht nur in Calls erzeugt, sondern an Tischen, in Hallen, in echten Gesprächen. Auf Messen wie der Anuga, bei Branchenabenden, manchmal auch zwischen Tür und Angel. Wenn ich zurückblicke, bleiben nicht die perfekt getakteten Prozesse in Erinnerung, sondern die Kontakte, aus denen manchmal sogar Freundschaften werden. „Einmal Lebensmittel, immer Lebensmittel“, sagt man – und das stimmt, weil man diese Welt nicht nur versteht, sondern fühlt. Man kann sie riechen, schmecken, anfassen. Emotionen sind kein „Add-on“, sondern der Kern unseres Geschäfts.
Natürlich läuft nicht alles leicht. Lieferketten müssen robuster werden, Großkunden stellen höhere Anforderungen, Nachhaltigkeit ist längst kein Modewort mehr, sondern knallharte Erwartung. Aber ich spüre: Wir entwickeln uns weiter. Wir lernen, wir investieren, wir suchen Lösungen – in der Industrie, im Großhandel, in der Gastronomie und in unserem Team von Paul M. Müller.
Was nehme ich also mit in diese vorweihnachtlichen Wochen? Vor allem Zuversicht. Und den Wunsch, dass wir das Menschliche nicht aus dem Blick verlieren – weder im Geschäft noch im Miteinander. Mit guten Gedanken und voller Optimismus für das neue Jahr wünsche ich Ihnen und Ihren Familien eine schöne, friedliche Vorweihnachtszeit, erholsame Festtage und nur das Beste für 2026.
Herzlichst,
Ihr Thomas Schneidawind