Confidence in the future
Johannes Dettendorfer in interview
Veränderung gehört zur Food-Branche dazu. Entscheidend ist, wie Unternehmen damit umgehen. Genau deshalb starten wir unsere neue Interviewreihe „Zukunftsmut“.

Wir sprechen mit Unternehmern und Entscheidern, die Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen und ihre Branche aktiv mitgestalten. Den Auftakt macht Johannes Dettendorfer von der Spedition Dettendorfer.

Was begeistert Sie aktuell besonders an Ihrer Branche?

Wir erleben eine enorme Dynamik auf allen Ebenen. Umso wichtiger ist es, am Ball zu bleiben und Veränderungen aktiv mitzugestalten. Genau diese Geschwindigkeit fasziniert mich. Gemeinsam neue Wege gehen, passende Lösungen schaffen, Prozesse digitalisieren – all das ist wichtig, um auch zukünftig kundenorientiert zu arbeiten. Das macht die Arbeit in der Branche aktuell für mich spannend.

Welche Ideen oder Innovationen werden Ihrer Meinung nach noch unterschätzt und was und wer inspiriert Sie?

Das Potenzial der intelligenten Vernetzung von Menschen ist meiner Meinung nach wichtiger denn je. Wichtig ist, dass Daten und Räume geschaffen werden, in denen sich Menschen austauschen, voneinander lernen, Lösungen finden und gemeinsam an einem Strang ziehen können. Im Lebensmittelsegment macht Paul M. Müller genau das bereits sehr gut: Lieferanten, Dienstleister, Spediteure und Empfänger stimmen sich unternehmensübergreifend ab und arbeiten eng zusammen, damit der Kunde am Ende zufrieden ist.
Auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz gewinnt eine solche intelligente Vernetzung immer mehr an Bedeutung. Hier können wir in der Spedition beispielsweise noch Anwendungsbereiche entdecken und von Erfahrungen profitieren, die andere Branchen bereits gesammelt haben.

Was können wir gerade von den Veränderungen lernen?

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig Anpassungsfähigkeit und Resilienz sind, wenn sich Kundenanforderungen und Rahmenbedingungen schnell verändern. Die Umstellung auf den Krisenmodus während der Coronapandemie war beispielsweise eine Situation, die es in dieser Form noch nicht gegeben hatte. Um langfristig erfolgreich zu sein, ist eine enorme Anpassungsfähigkeit in den Märkten und in den verschiedenen Branchen gefragt. Für uns in der Spedition kann das bedeuten: Wenn in der Automobilindustrie nichts zu fahren ist, setzen wir vermehrt auf Konservenladungen. Oder wenn im Winter wegen Frost keine Baustellen zu beliefern sind, bedienen wir Weihnachtsmärkte. Für uns geht es immer darum, Kundenpotenziale zu erkennen und Verbindungen zu schaffen, um flexibel reagieren zu können.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Branche?

Wir brauchen Planungssicherheit. Aktuell wissen wir zum Beispiel nicht, wie sich Antriebe entwickeln. Davon hängen aber Entscheidungen bei uns ab: Investieren wir noch in Diesel-Lkw – oder nicht mehr? Wie geht es mit der Maut-Befreiung von E-Lkw ab 2031 weiter? Wie entwickelt sich die Situation am Brenner? Konkrete, verlässliche Rahmenbedingungen, unter denen jeder seinen Beitrag leisten kann – das wünsche ich mir, auch um weiterhin attraktive Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter schaffen zu können.

Und ganz persönlich: Was gibt Ihnen momentan Zukunftsmut?

Alle Menschen, mit denen ich zusammenarbeite und deren Engagement deutlich zu spüren ist. Probleme gemeinsam anpacken und gemeinsam lösen – das macht die Arbeit langfristig erfüllend, auch in der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen wie Paul M. Müller. Wenn wir offen miteinander umgehen können, dann sehe ich sehr optimistisch in die Zukunft und freue mich drauf.

Sie haben ebenfalls Zukunftsmut und möchten Ihre Perspektive mit anderen teilen? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht an info@paulmmueller.com.

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