In Griechenland neigt sich die Pfirsichernte dem Ende zu. Besonders bei den Bergpfirsichen („mountain peaches“) herrscht derzeit starker Wettbewerb, da viele Verarbeiter noch dringend Rohware benötigen. Die Preise liegen aktuell zwischen 35 und 45 Cent pro Kilogramm – schwierig für jene Packer, die ihre Ware zuvor zu niedrigeren Konditionen verkauft haben.
Die Erntemenge fällt in diesem Jahr geringer aus, endgültige Zahlen stehen noch aus. Auch qualitativ ist die Ausbeute schwach: Statt der kalkulierten 18 Kilogramm Rohware pro Karton werden teilweise bis zu 21 Kilogramm benötigt. Das bedeutet einen um 5 bis 10 Prozent höheren Rohwareneinsatz, was sich bei Kilopreisen von 35 bis 45 Cent deutlich im Endpreis niederschlägt.
Hinzu kommt, dass die Nachfrage nach Dosen-Pfirsichen in dieser Saison ohnehin geringer war. Produktion und Absatz haben sich dadurch zwar die Waage gehalten – doch sollte die Nachfrage in der kommenden Saison wieder anziehen, drohen leere Lager und Regale.
In der Türkei werden sich die Preisniveaus für Mandarinen voraussichtlich in den kommenden drei bis fünf Wochen abzeichnen. Die Rohwarenpreise sind noch nicht endgültig festgelegt, die Ernteerwartung ist jedoch gut. Erste Kontrakte dürften auf der Anuga verhandelt werden. Unser Experte sagt: „Ziel ist es, eine vernünftige Kalkulation zu erreichen – denn wer jetzt zu früh zu hoch einsteigt, riskiert Verluste.“ Aufgrund von Strafzöllen in China bleibe die Türkei ein attraktives Lieferland.
